Cyber-Bulling @un-perfekt (Pixabay)

Als „Cybermobbing“ oder auch „Cyberbullying“ bezeichnet man Mobbing im Internet.

Dies kann zum Beispiel in Chats, Foren und per E-Mail passieren. Aber auch in Social Communities wie Facebook und Instagram oder auf Videoplattformen wie YouTube, auch wenn die Betreiber diesen Seiten sich bemühen, gegen Mobbingattacken vorzugehen und Diffamierungen schnell zu löschen.

Cybermobbing

Das Mobbing kann verschiedene Formen annehmen. Beispielsweise können diffamierende Fotos oder Filme eingestellt und verbreitet werden. Ebenso ist es möglich, dass sich ein Täter unter der Identität des Opfers bei einem der Internet-Kommunikationsdienste anmeldet und in dessen Namen Unwahrheiten verbreitet, da von Seiten der Anbieter keine Verifizierung der angegebenen Daten erfolgt. Beleidigungen und Bedrohungen können via E-Mail, Instant Messenger, Chat, Forum oder Gästebuch verschickt werden. Aber was ist der Grund dafür und was kann man dagegen tun?

Mobbing im Internet - Woher kommt der Hass?

Aufgrund der physischen Kontaktbeschränkungen hat die Nutzung digitaler Medien im letzten Jahr zugenommen. Menschen verbringen mehr Zeit in sozialen Medien, in denen beleidigende und diskriminierende Kommentare scheinbar zur Normalität geworden sind. Doch insbesondere für psychisch instabile Adressaten können die Angriffe im Netz gravierende Folgen mit sich bringen.

Expertenmeinung zu Cyberbulling

Prof. Dr. Sabrina Krauss, Professorin für Psychologie an der SRH Hochschule in Nordrhein-Westfalen, stand dem Hellweg Radio als Expertin für die Auswirkungen von Hass im Internet Rede und Antwort. Sie warnt eindringlich davor, leichtfertig beleidigende Botschaften im Netz zu verbreiten:
„Menschen, die über einen längeren Zeitraum hinweg Hassnachrichten erhalten, leiden oftmals enorm darunter. Sie ziehen sich aus ihrem sozialen Umfeld zurück, durchleben gegebenenfalls depressive Verstimmungen und entwickeln im schlimmsten Fall sogar eine psychische Störung“, so Krauss.
Menschen, die mobben, wurden, laut Krauss, in der Vergangenheit häufig selbst Opfer von Angriffen. Auf der Suche nach einem Ventil, um ihren eigenen Frust abzubauen, beginnen sie andere zu mobben. Aufgrund der Anonymität und Distanz sei dies im Netz leichter als im echten Leben:

„Durch das Ausbleiben der unmittelbaren, sozialen Reaktion durch Beobachter oder durch das Opfer selbst ist die Hemmschwelle für Mobbing im Internet geringer.“ (Prof. Dr. Sabrina Krauss – SRH Hochschule Nordrhein-Westfalen)

Anschließend an das Thema Mobbing beantwortete Prof. Krauss im Hellweg Radio außerdem die Fragen „Wie entschuldigt man sich richtig?“ und „Was tun gegen den Corona-Frust?“.

Wissenschaftlicher Ansprechpartner

Andre Hellweg M. A.
SRH Hochschule in Nordrhein-Westfalen
Tel. +49 (0)2381 9291-124
Fax +49 (0)2381 9291-199
E-Mail andre.hellweg@srh.de
www.srh-campus-rheinland.de

Originalpressemitteilung & Quelle


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