„Musizieren ist einer der stärksten Anreize für Neuroplastizität = Formbarkeit des Gehirns“, sagt der Neurologe Eckart Altenmüller der Musikhochschule Hannover – und er muss es wissen, er ist schließlich Pionier des Forschungsgebietes Musik und Gehirn, selbst professioneller Flötist. Musik verändert die Gehirne positiv und macht gesund. Wie sehr Musik auch in der Therapie hilft, zeigt dieser Praxisleitfaden:

>> Musiktherapie in der geriatrischen Pflege – von der Wissenschaft in die Praxis

Ein neuer Praxisleitfaden von Alexander Wormit, Thomas Hillecke, Dorothée von Moreau und Carsten Diener gibt Einblick in die Musiktherapie im geriatrischen Umfeld. Das Buch ist im Verlag Reinhardt erschienen und richtet sich an in der Geriatrie tätige Fachkräfte und Angehörige.

Musik hält jung: Sie bewegt die Menschen körperlich und seelisch. Der Praxisleitfaden „Musiktherapie in der geriatrischen Pflege“ geht auf das Projekt „Musiktherapie 360°“ an der SRH Hochschule Heidelberg zurück, das von 2015 bis 2018 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wurde. In der abschließenden Studie schätzten Patienten, Angehörige und Pflegepersonal die Wirksamkeit der Musiktherapie als sehr hoch ein. Das Pflegepersonal sprach nach dem Projekt zudem von einer höheren Arbeitszufriedenheit und zeigte ein verringertes Risiko für ein Burn-out. Weiteres Ergebnis dieses Projekts ist das nun veröffentlichte Buch mit einem musiktherapeutischen Interventionskatalog. Der Praxisleitfaden ist eine wissenschaftsbasierte und dennoch praxisorientierte Handreichung für alle, die mit der Versorgung von alten Menschen zu tun haben.

„Lebensqualität im Alter ist eine der vordringlichsten Herausforderungen in unseren alternden Gesellschaften“, sagt Prof. Dr. Alexander F. Wormit, Herausgeber des Praxisleitfadens und Professor an der SRH Hochschule Heidelberg – der einzigen Hochschule in Deutschland, die den grundständigen Studiengang Musiktherapie anbietet. Menschen mit intellektuellen oder sprachlichen Begrenzungen, mit neurologischen Störungen, altersbedingten Begrenzungen wie Demenz oder mit Behinderungen, aber auch traumatisierte Menschen – sie alle finden in der Musik häufig einen Zugang, der ihnen bei der Bewältigung ihrer Situation hilft. „Zur Musiktherapie wird Musik aber erst, wenn sie einen Bezug zu einer Diagnose hat, neue Erkenntnisse ermöglicht oder Wege zur Linderung, Überwindung oder Vermeidung von Leiden aufzeigt“, erklärt Prof. Dr. Lutz Neugebauer, Vorsitzender der Deutschen Musiktherapeutischen Gesellschaft, in seinem Vorwort zum Praxisleitfaden.

Das Buch beschreibt, wie Musik und Musiktherapie bei älteren Menschen wirkt und welche Fähigkeiten und Kenntnisse dienlich sind, um mit diesem Personenkreis musikbasiert zu arbeiten. Der Interventionskatalog kann eins zu eins in die Praxis umgesetzt werden. Sowohl quantitative als auch qualitative empirische Forschungsergebnisse des Projekts Musiktherapie 360° fließen in das Werk ein. Das Buch richtet sich an alle Personengruppen, die in geriatrischen Einrichtungen zusammenspielen – an Betroffene, Angehörige, Pflegende und andere Fachkräfte aus dem medizinischen und psychosozialen Bereich. <<


Buch: „Musiktherapie in der geriatrischen Pflege“

Verlag Reinhardt, 1. Auflage 2020, 150 Seiten, Euro 26,90
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